Ziegel für den Taunus -
Ausstellung im Landratsamt in Bad Homburg

Hochtaunuskreis. Das „Dach über dem Kopf“ beziehungsweise die Ziegel, aus denen ein Dach wird, ist das Thema einer kulturhistorischen Ausstellung in der Taunus- Galerie im Bad Homburger Landratsamt: „Ziegel für den Taunus – Geformt und gebrannt in Oberhöchstadt“. Die Ziegelherstellung im Taunus hat eine lange Tradition, besonders im einstigen „Zieglerdorf“ Oberhöchstadt. Das Thema gibt Gelegenheit, eine Reihe von Facetten zu betrachten, die in der von Hanspeter Borsch (Kronberg) und Dr. Konrad Schneider (Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises konzipierten Ausstellung in der Taunus- Galerie im LandratsaZiegel für den Taunus: Broschuremt beleuchtet werden.

„Wohnen ist eines der elementaren Bedürfnis des Menschen. Ein zentraler Rohstoff zur Befriedigung dieses Grundbedürfnisses ‚Wohnen’ ist wiederum der Lehm, aus dem Ziegel geformt und gebrannt werden“, schreibt Landrat und Kulturdezernent Ulrich Krebs in seinem Vorwort zu der die Ausstellung begleitenden Publikation (ebenfalls von den Ausstellungsmachern Hanspeter Borsch und Dr. Konrad Schneider erarbeitet). Die Frage nach den naturräumlichen Voraussetzungen für dien Ziegelherstellung, die technischen beziehungsweise technikgeschichtlichen Aspekte, die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Ziegelproduktion und schließlich die Frage, wie die Ziegelei als Erwerbszweig und die Ziegel als Baumaterial das Gesicht unserer Siedlungen und unserer Kulturlandschaft bis heute prägen – das sind einige Themen der Ausstellung.

Unsere Heimat bietet günstige Voraussetzungen für das Bauen mit Lehm und Ziegeln, denn sie ist an vielen Stellen mit einer bis zu mehreren Metern dicken Lehnschicht bedeckt. Eine Reihe von Orten besitzt Tonvorkommen und zog Töpfer an, so dass wir in einer Landschaft reichen keramischen Schaffens leben, in der im 19. Jahrhundert viele Ziegeleien gegründet wurden. Vor allem Oberhöchstadt entwickelte sich ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert zu einer Hochburg der Ziegler. Bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus brannten die Feuer der eindrucksvollen Ringöfen und lieferten das begehrte Baumaterial Backstein.

Ausstellung „Ziegel für den Taunus – Geformt und gebrannt in Oberhöchstadt“. (Die Ausstellung ist mittlerweile geschlossen.)

Pressemitteilung des Hochtaunskreises vom 11.4.08

Lesen Sie auf dieser Homepage Auszüge aus der nebenstehend genannten Broschüre:
das Vorwort und einen geschichtlichen Abriß.